24h of Finale Ligure

Am von Colin Derks in Sport veröffentlicht | Kommentare

Am letzten Mai-Wochenende fand das legendäre „24h of Finale“ in Finale Ligure statt. Ich war mit meinen Kameras im Auftrag von Sportograf dabei und schaue mit einem lachendem und einem weinenden Auge zurück. Die Stimmung im Campgelände, im Ort und auf der Strecke waren unbeschreiblich, alles lief sehr locker und freundschaftlich ab, an vielen Stellen wurde improvisiert, zusammen gelacht, gefeiert, sich gegenseitig angefeuert, es wurden sich Grills und Essen geteilt…genau so, wie es immer sein sollte. Ich bin immernoch von den ganzen Eindrücken, der brennenden Sonne, dem Staub, dem kalten Regen, dem Nebel und dem Schlafmangel ein bisschen geplättet.

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Der Samstag startete extrem heiß. Die Sonne brannte vom Himmel, die Trails waren extrem staubig, so dass bald die Zähne knirschten und sich der Staub in jede vorhandene Hautpore legte. Zum Glück hatte ich mir am Vortag einen Sonnenschirm gekauft, sonst wäre es nicht auszuhalten gewesen! Ich suchte mir einen actionreichen Downhill-Abschnitt auf einem Singletrail, wo ich die kommenden 6 Stunden verbrachte. Zwischendurch zog ein eiskalter Nebel vom Meer hinauf, was endlich für die lang ersehnte Abkühlung sorgte. Der zugegebenermaßen ziemlich kitschige Sonnenuntergang, bei dem Nebel und Staub zusammen mit der Sonne einen gelb-goldenen Schleier über die Landschaft zogen, war ein Traum für Fotografen!

Nach Einbruch der Dunkelheit war gemeinsames Grillen in unserem Campbereich angesagt, danach versuchen ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, was Aufgrund der Lautstärke von der großen Bühne gar nicht so einfach war. Um 5 klingelte auch schon wieder der Wecker. Draußen regnete es, es war kalt und neblig. Effektiv habe ich vielleicht 2 oder 3 Stunden geschlafen. Beste Vorraussetzungen also, um 10 Stunden zu fotografieren 😉 Der Regen prasselte als Matschtropfen von den vorher staubigen Bäumen, was meiner Laune nicht gerade förderlich war.

Nach 22 Stunden wurde das Rennen dann vom Veranstalter abgebrochen, das Wetter war einfach zu schlecht und es waren kaum noch Fahrer auf der Strecke. Pünktlich zur Siegerehrung kam dann die Sonne heraus und es hörte auf zu regnen, perfektes Timing!

Ich freue mich, euch hier ein paar meiner besten Fotos vom Wochenende zeigen zu können!

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